Zimmermeister Peter Aicher ist Inhaber des Zimmereibetriebs Aicher Holzbau in Halfing und seit 2014 Vorsitzender von Holzbau Deutschland. Seit 2002 ist er zudem vereidigter Sachverständiger für Holzbau der Handwerkskammer für München und Oberbayern. Seit 2009 steht er als Präsident an der Spitze des Bayerischen Zimmerer- und Holzbaugewerbes und ist zugleich Vizepräsident des Bayerischen Holzwirtschaftsrates. Auf europäischer Ebene führt Peter Aicher seit 2016 den europäischen Dachverband des Zimmerer- und Holzbaugewerbes, Timber Construction Europe. Als Vorstandsmitglied im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes vertritt er seit 2015 die Interessen des Holzbaus.
Adrian Blödt, Dipl.Wirtschaftsing.(Fh); Bauphysiker M.BP. (Univ.), ist gelernter Zimmerer und Diplom-Wirtschaftsingenieur und Master of Building Physics. Seit dem Jahr 2000 ist er Inhaber der Blödt Holzkomplettbau GmbH, sowie seit 2007 Inhaber des Ingenieurbüros Blödt, das sich auf den Bereich Bauphysik mit Schwerpunkt Schall- und Feuchteschutz spezialisiert hat. Darüber hinaus ist er öbuv Sachverständiger für das Zimmerhandwerk sowie als Referent und Dozent an Hochschulen tätig. Er leitet Seminare und hält Vorträge zu den Themen Bauakustik, Schallschutz und Feuchteschutz. Adrian Blödt ist ferner u.a. Ordentliches Mitglied des Kuratoriums für forstliche Forschung des bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus, Mitglied im Präsidium des Landesinnungsverbands des bayerischen Zimmererhandwerks, Bezirksvorsitzender und Obermeister der Zimmererinnungen in der Oberpfalz im Landesinnungsverband des Bayerischen Zimmererhandwerks. Ende des Jahres 2024 wurde Adrian Blödt zum Präsidenten des Holzbau Deutschland Instituts gewählt.
Bernhard Egert wurde 1966 in Wien geboren. Der diplomierte Bauingenieur hat an der Technischen Universität Wien konstruktiven Ingenieurbau studiert und seinen beruflichen Werdegang als Bau- und Projektleiter bei der Hofman & Maculan Bau GmbH begonnen. 1996 wechselte er in die Holzbau-Branche und durchlief zuerst bei Glöckel Holzleimbau und dann bei Rubner Holzbau verschiedene Positionen bis hin zum Geschäftsführer. Ergänzend zu der technischen Ausbildung absolvierte er berufsbegleitend ein Change-Management-Postgraduate-Masterstudium an der Wirtschaftsuniversität Wien, das er 2007 erfolgreich abschloss. Eine selbstständige Tätigkeit als Immobilienentwickler, Holzbau-Konsulent bei der Handler Bau GmbH und die Geschäftsführung der Graf-Holztechnik waren weitere berufliche Stationen.
Als Vorsitzender der Holzbauplattform im Fachverband der Holzindustrie leistet er seit vielen Jahren nicht nur in Österreich einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des Holzbaus und ist nebenbei auch gerichtlich beeideter und zertifizierter Sachverständiger.
Bernhard Egert leitet seit März 2022 die Abteilung Timber Construction und Green Building bei der UBM Development AG in Wien, einem der führenden börsennotierten Projektentwicklern in Europa. Der strategische Fokus der UBM Development liegt auf Nachhaltige Geböude in Metropolregionen wie Wien, Berlin, München, Frankfurt und Prag. Mit einer Projekt-Pipeline von über 300.000 m2 Geschoßfläche ist die UBM Development Marktführer im Bereich großvolumiger Holzbau in den Assetklassen Office und Residential.
Seit Jänner 2024 ist Herr Egert auch technischer Geschäftsführer der UBM Development Deutschland GmbH.
Prof. Dr. Philipp Misselwitz ist seit 2021 CEO von Bauhaus Erde. Er studierte Architektur und Urbanismus an der Universität Cambridge und der Architectural Association in London. Nach seiner Tätigkeit als Berater für globale Entwicklungsprojekte und Kurator sowie dem Abschluss seiner Promotion im Jahr 2009 wurde er 2010 Professor für Entwerfen und Internationalen Städtebau an der Fakultät für Architektur und Stadtplanung an der Universität Stuttgart.
Seit 2013 hat er den Lehrstuhl der Habitat Unit an der Technischen Universität Berlin inne – ein globales Forschungs- und Lehrzentrum, das sich mit alternativen Materialpraktiken, Planungsansätzen und urbanen Strategien für mehr ökologische Nachhaltigkeit in der gebauten Umwelt befasst. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf den Auswirkungen planetarer, sozialer und ökologischer Krisen auf Architektur, Stadtentwicklung und urbane-rurale Beziehungen.
Seit 2017 ist Philipp Misselwitz zudem Gastprofessor an der School of Architecture and Planning der Universität Witwatersrand in Johannesburg und Partner bei Urban Catalyst, einer Berliner Planungs- und Designberatung.
Elise Pischetsrieder ist BDA Architektin und geschäftsführende Gesellschafterin von weberbrunner architekten, mit ca. 45 Mitarbeitenden und Standorten in Berlin und Zürich. Seit diesem Frühjahr ist Elise Pischetsrieder u.a. auch Vorstandsmitglied der Architektenkammer Berlin sowie vom Holzbaucluster des Landesbeirat Holz Berlin / Brandenburg.
In Gremien der AKB, BAK und des BDA setzt sie sich für Holzbau und zukunftsgerechtes Planen und Bauen ein. Elise Pischetsrieder engagiert sich netzwerkübergreifend für die Bauwende, hält Vorträge und gibt Seminare zum Thema planungsbegleitende Lebenszyklusanalyse. Sie ist Fachautorin des BKI für Ökobilanzierung und steht für Baukultur mit Klima- und Ressourcenschutz ein.
Tanja Samrotzki hat als Parlamentskorrespondentin 20 Jahre für verschiedene Fernsehsender über die Bundespolitik berichtet - im klassisch-knappen Nachrichtenformat. Jetzt genießt sie es, als Moderatorin unterschiedlichster Formate auch die Hintergründe ausleuchten zu können. In der profunden Kenntnis politischer Handlungsfelder, AkteurInnen und Strukturen wurzelt ihre lebendige Moderation: tiefschürfend vorbereitet und kühn improvisiert zugleich, vom mehrtägigen Kongress bis zum schnellen Schlagabtausch - zu allen Themen, die der Rede wert sind.
Professor Dr. Dr. h.c. mult. Hans Joachim Schellnhuber ist ein renommierter Physiker und Klimaforscher mit den Schwerpunkten Quantenphysik, komplexe Systeme und Nachhaltigkeitswissenschaften. Er war Gründungsdirektor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und leistete Pionierarbeit in verschiedenen Bereichen der Klimawissenschaften. Kürzlich gründete Schellnhuber Bauhaus Erde, einen forschungsorientierten Think- und Make-Tank mit Schwerpunkt auf regenerativer Architektur. Derzeit ist er Generaldirektor des Internationalen Instituts für angewandte Systemanalyse (IIASA) in Österreich. Mit über 300 wissenschaftlichen Veröffentlichungen ist er von Clarivate als „Highly Cited Researcher“ anerkannt und hat weltweit führende Persönlichkeiten beraten, darunter die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen und Papst Franziskus. Er hat zahlreiche renommierte Auszeichnungen erhalten, darunter den Blue Planet Prize und das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland.
Der 1968 auf Norderney geborene Christoph Schild erlernte das Tischlerhandwerk auf einer Yachtwerft und studierte danach in Hamburg Architektur. Als Diplom-Ingenieur und Architekt ist er seit 2019 Präsident des Bundes Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e.V. (BDB). In dieser Funktion vertritt er die berufspolitischen Interessen von Architektinnen und Architekten sowie, Ingenieurinnen und Ingenieuren gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Er setzt sich besonders für nachhaltiges und digitales Bauen, eine gerechte Honorierung von Planungsleistungen sowie eine praxisnahe Baukultur ein. Zudem ist er Vizepräsident der Architektenkammer Niedersachsen und Mitglied im Vorstand des Bundesverbands der Freien Berufe (BFB), wo er sich u. a. für bessere Rahmenbedingungen der freiberuflich Tätigkeiten einsetzt. Unter seiner Führung positioniert sich der BDB zunehmend als Stimme für verantwortungsbewusstes, zukunftsorientiertes Planen und Bauen in Deutschland. Schild lebt in der Nähe von Hamburg und arbeitet als Architekt beim Staatlichen Baumanagement des Landes Niedersachsen.
Helga Weisz ist Leiterin des Future Lab Social Metabolism & Impacts am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und ordentliche Professorin für Industrielle Ökologie und Klimawandel an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zuvor war sie außerordentliche Professorin für sozioökologische Nachhaltigkeitsforschung am Institut für Soziale Ökologie (heute an der Universität für Bodenkultur in Wien) sowie Gastprofessorin an der Yale University.
Ihre akademischen Qualifikationen umfassen Molekularbiologie (Mag. rer. nat. 1995, Universität Wien), Kulturwissenschaften (Dr. phil. 2002, Humboldt-Universität zu Berlin) und Sozialökologie (Venia docendi 2006, Universität Klagenfurt).
Ihre Forschungsschwerpunkte sind quantitative und qualitative Analysen des gesellschaftlichen Stoffwechsels (Material- und Energieverbrauch sowie damit verbundene Emissionen und Abfallströme) mit besonderem Fokus auf Methodenentwicklung, sozioökonomische Ungleichheit, Historische Transitionen, moderne Energie und Fertilität, Umweltfußabdrücke, Klimamigration und bebaute Umwelt. Zwischen 2001 und 2009 war sie Projektleiterin von neun Projekten für Eurostat und Statistik Austria im Bereich der Umweltgesamtrechnung mit Schwerpunkt auf der Materialflussrechnung.
Helga Weisz ist seit 2018 Fachmitglied im International Resource Panel (IRP) des UNEP, seit 2024 Mitglied des Akademierats der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und seit 2024 Vertreterin des PIK im Deutschen Klimakonsortium (DKK). Zu den bisherigen akademischen und gesellschaftlichen Engagements zählen unter anderem: deutsches Mitglied des Councils des Internationalen Instituts für Angewandte Systemanalyse (IIASA) 2014–2025, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats für den UNDP-Bericht über die menschliche Entwicklung 2020, Vorsitzende der Gordon Research Conference „Industrial Ecology“ 2014, Mitglied des Lenkungsausschusses des Nationalen Forschungsprogramms 73 «Nachhaltige Wirtschaft» des Schweizerischen Nationalfonds 2016–2023, Mitglied der Jury für den Deutschen Umweltpreis 2021–2024.